Am Rande des polnischen Isergebirges, unmittelbar an der Grenze zu Tschechien, befindet sich das Frauenhaus in einem ehemaligen Objekt der polnischen Grenztruppen. Es gehört zu dem kleinen Ort Pobiedna mit ca. 1.200 Einwohnern.
Der Trägerverband „Monar Markot“, ein polnischer Obdachlosenverband, hat das Objekt im Jahr 2008 gekauft, nachdem bereits seit 2002 dort Frauen und Kinder in Not untergebracht werden.
Im Frauenhaus leben durchschnittlich 20 bis 30 Frauen und Kinder unter sehr einfachen Verhältnissen.
Seit 2018 beteiligen sich im Ergebnis einer EU-Verordnung drei Wojewodschaften an der Unterhaltung des Frauenhauses. Dadurch konnte sich die schwierige finanzielle und personelle Situation etwas verbessern. So kann regelmäßig eine psychologische Betreuung abgesichert werden und ein Hausmeister aus der im Ort ansässigen Schule das Frauenhaus unterstützen.
Frauen mit Kindern und auch allein stehende Frauen finden Zuflucht im Frauenhaus. Sie kommen aus großen persönlichen Nöten und wissen nicht wohin.
Sie können in der Regel bis zu einem Jahr im Frauenhaus bleiben. In dieser Zeit leben sie in der Gemeinschaft und erfahren gegenseitige Hilfe. Oft warten sie auf die Bereitstellung einer dringend benötigten Wohnung oder auf eine Wiederaufnahme in die Familie.
Alle schulpflichtigen Kinder besuchen die Grundschule im Ort oder weiterführende Schulen in den Nachbarorten.
Das Objekt besteht aus mehreren Gebäuden, welche Ende der 30er Jahre errichtet wurden. Im zweistöckigen Haupthaus befinden sich die Wohnräume, ein Aufenthaltsraum, ein Badezimmer, Toiletten sowie im Keller eine Waschküche und Lagerräume. In einem zweiten, einstöckigen Gebäude sind die Küche, der Speiseraum sowie im Keller die Heizungsanlage untergebracht. Das Objekt verfügt außerdem über einen Garagenkomplex der ehemaligen Armeefahrzeuge. Hier wurden Ställe eingerichtet für Hühner, Ziegen oder andere Tiere, welche gerade angeschafft werden konnten.
Ein Teil der Gebäude und baulichen Anlagen konnte inzwischen modernisiert werden. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte 2010 das undichte Dach des Küchentraktes neu gedeckt und 2011 im Haupthaus neue Fenster eingebaut werden. In den Jahren 2013 und 2016 konnte die vollkommen überalterte Elektrik im Haupthaus erneuert werden. Im Jahr 2017 wurde das Dach des Küchenanbaus, in welchem sich der Speiseraum befindet, mit einem neuen Dachstuhl und einer neuen Eindeckung versehen. Eine Pflasterung des Hofes in Verbindung mit der Trockenlegung und Isolierung des Kellergeschosses vom Haupthaus wurde im Jahr 2018 realisiert.
Das undichte Dach des Wohnhauses wurde mit Spendengeldern aus 2019 und 2020 erneuert. In den darauffolgenden zwei Jahren konnten die Küche sowie der Speiseraum grundlegend saniert und modern ausgestattet werden. U.a. wurde eine Fußbodenheizung installiert.
Unser Spenden-Konto:
Verein "Hilfe für das Frauenhaus in Pobiedna e.V."
IBAN: DE36 1207 0024 0816 8544 00
BIC: DEUTDEDB160
(*) Spenden werden mit einer vom Finanzamt anerkannten Quittung belegt. Bitte geben Sie dazu unbedingt Name und Anschrift an. Bei Sachspenden benötigen wir zusätzlich einen Kassenbeleg. Wir senden Ihnen die Spendenbescheinigungen zu.
Angefangen hat alles im Dezember 2004 mit einer Reportage über das Frauenhaus in Pobiedna im rbb-Fernsehen. Tatjana Jury, bekannt als Redakteurin bei „Brandenburg aktuell“, bewegte eine Reportage im deutsch-polnischen Fernsehen über das Frauenhaus. Sie fuhr kurz entschlossen mit Geschenken für das Weihnachtsfest und den dringend benötigten Kohlen nach Pobiedna und berichtete in einer eigenen Reportage bei zibb über ihre Eindrücke, besonders über die schwierigen Verhältnisse, unter welchen die Frauen und Kinder dort leben. Tatjana Jurys Reportage berührte wiederum die Gründer unseres Vereins. Noch im Dezember wurde der erste Kontakt mit dem Frauenhaus aufgenommen und im Mai folgte unsere erste Fahrt mit einem gegenseitigen Kennenlernen.
Seitdem fahren wir regelmäßig nach Pobiedna. Zweimal im Jahr gibt es neben dem Transport der benötigen Spenden einen Arbeitseinsatz im Frauenhaus. Am Ende eines jeden Jahres werden Weihnachtsgeschenke und Spenden für den Winter übergeben.
Den Verein haben wir im Juni 2006 gegründet. Er zählt derzeit 13 Mitglieder, die alle ehrenamtlich tätig sind. Der Verein ist in seiner Gemeinnützigkeit anerkannt und im Vereinsregister eingetragen.
Ziel unseres Vereines ist es gemeinsam mit anderen, die Lebensbedingungen im Frauenhaus Stück für Stück zu verbessern. Gleichzeitig möchten wir dabei den Bewohnern des Frauenhauses unsere Achtung entgegen bringen und sie in ihrer Würde als Mensch schätzen.